Wie funktioniert die
NYSE
An
der NYSE werden alle Orders zu einem Spezialisten weitergeleitet.
Dieser „Spezialist“
ist für jeweils eine bestimmte Aktie zuständig. Der
Spezialist führt ein Orderbuch, in dem alle
Orders für die Aktie, die er vertritt, aufgelistet
sind.
Dieses
Orderbuch kann nur von ihm allein eingesehen werden.
Die NYSE funktioniert strickt nach dem Prinzip „first
come first serve“ d. h. alle Order, die den gleichen
Preis haben, werden in der Reihenfolge ausgeführt,
in der Sie beim Spezialisten eingetroffen sind.
Die Aufgabe des Spezialisten besteht
darin, einen geregelten, effizienten und fairen Markt
zu gewährleisten, dies kann z. B. bedeuten, dass
der Spezialist als Käufer im „Notfall“
einspringen muss, wenn Angebot und Nachfrage zu sehr
ausser Balance geraten. Damit vermeidet er ungerechtfertigte
Preisschwankungen.
Es gibt an der NYSE die Möglichkeit,
Preisverbesserungen zu bekommen. Sie wollen z. B. XYZ
für 100 $ kaufen und plötzlich tritt ein Verkäufer
in den Markt, der 99,5 $ für XYZ verlangt. Die
Order kann jetzt zu 99,75 $ ausgeführt werden.
Sowohl Sie als Käufer wie auch der Verkäufer
bekommen jetzt einen besseren Preis.
Weil die NYSE nicht vollständig
über Computer abgewickelt wird, werden Sie einen
Unterschied in der Geschwindigkeit Ihrer Orderausführung
bemerken. Auch eine Orderlöschung dauert in der
Regel wesentlich länger, als an der NASDAQ.
Für Direct Access Trading, gibt
es nur eine Möglichkeit Orders direkt an die NYSE
zu übermitteln, das SuperDOT (Super Designated
Order Turnaround)-System. Durch diese Alternative ist
das Orderrouting an der NYSE denkbar einfach, denn Order,
die über SDOT platziert werden, werden ohne Umwege
direkt zum Spezialisten auf dem Parkett weitergeleitet.
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